Was ist Kindervogelschießen?

Das Vogelschießen ist ein traditionelles Fest, das in vielen Orten, besonders in Norddeutschland, seit langer Zeit am Ende des Schuljahres gefeiert wird.

Ursprünglich diente das Vogelschießen im Mittelalter dazu, die Schießfertigkeit der männlichen Bevölkerung zur Verteidigung der Städte zu trainieren.

Im 19. Jahrhundert wurde der Brauch, auf einen kunstvoll bemalten hölzernen Vogel zu schießen für Schulfeste übernommen. Während Jungen oft mit der Armbrust schießen, gibt es bei den Mädchen teilweise Alternativen wie das „Vogelpicken“, eine Art Zielwerfen.

Je nach Ort hat sich das Vogelschießen unterschiedlich weiterentwickelt. In vielen Gemeinden wurde daraus ein Fest für Kinder und Familien mit Spielen, Umzug, Musik und der Ermittlung eines Kinderkönigpaares. Heute steht meist nicht mehr der ursprüngliche Wettkampfgedanke im Vordergrund, sondern die Freude am gemeinsamen Feiern und das Miteinander im Dorf oder der Gemeinde.

Um Königspaare zu ermitteln, gibt es entsprechend der Alternsklasse Geschicklichkeits- und Glücksspiele. Die Erstplatzierten werden als Königspaar gekürt und dürfen während des Umzugs im geschmückten Festwagen mitfahren. 

Es wird heute großen Wert daraufgelegt, dass alle Kinder teilnehmen können, unabhängig von Herkunft oder finanziellem Hintergrund der Eltern.

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